Montag, 11. September 2017

Samstag, 9. September 2017

Montag, 20. Februar 2017

Die Jagd ist eine moralische Bankrotterklärung


wildbeimwild.com

Die Jagd ist eine moralische Bankrotterklärung

Written by Wild beim Wild

Es gibt eine Menge anderer Dinge, die man tun kann als die Jagd, um Tiere und Natur zu schützen.

Das Verhältnis von Beutegreifern und ihren Beutetieren hat sich seit
Urzeiten natürlicherweise eingespielt und bewährt. Es ist noch kein Fall
dokumentiert, in dem Beutegreifer Beutetiere ausgerottet haben.
Ursache
für die Gefährdung oder gar das Erlöschen von Populationen waren nie
unsere einheimischen Beutegreifer wie Füchse, Marder, Wölfe, Bären,
Luchs oder Greifvögel, sondern immer die Eingriffe der Jäger in die
Habitate der Arten.


Die Jagd hat eine lange Tradition der Misshandlung und Schädigung unsere Kulturlandschaft. Die heutigen JägerInnen engagieren sich immer mehr in vielfältiger Weise für die
Tierquälerei und Störungen in der Fauna. JägerInnen stellen immer wieder
sicher, dass die Artenvielfalt manipulatorisch insbesondere auf dem
Gesetzesweg gemindert und Populationen unnatürlich überhandnehmen. Die
Jagdstatistiken sprechen eine deutliche Sprache. Jagd bedeutet meistens
nicht weniger Wild, sondern mehr Geburten. Die Jagd ist der Artenfeind
nebst der Landwirtschaft.

Jäger hinterlassen und verursachentrotz ihres Handwerks alljährlich Schäden in Millionenhöhe für die Land- und Forstwirtschaft. Dies soll sich in Zukunft zu Recht ändern auch zum
Vorteil der Steuerzahler.

Den Tier- und Naturschützern sowie der Politik ist es immer mehr ein grosses Anliegen, die JägerInnen für ihreLeistungen zum Unwohlsein der Wildtiere und die Störungen seiner
Lebensräume zu kritisieren. Immer mehr Menschen realisieren, dass die
Jagd eine Unkultur und Tierquälerei sind. In vielen Länder sind
Jagdverbote, Jagdeinschränkungen, Jagdabschaffungen usw. in Entwicklung
oder schon umgesetzt.

Die Forderung vieler Tier – undNaturschutzverbände nach einem generellen Jagdverbot für Hobby-Jäger und dem Ruf nach einem professionellem Wildtiermanagement entspricht dem
Zeitgeist. Das ethiklose Jägerlatein sowie die Müllbiologie der Jäger
basieren auf einem riskanten Halbwissen zum Leidwesen der Flora und
Fauna. Dies zeigt sich auch in den polemischen, auf Angst-Emotionen
ausgerichteten Veröffentlichungen der Jäger, mit denen die normalen
Menschen gegen jede Veränderung aufgewiegelt werden sollen.

Jäger denken eines, sagen etwas anderes und tut später das Falsche

Die Massstäbe im Jagdrecht sind seit Jahrzehnten ungenügend und
tierquälerisch. Sterilisation ist z. B. auch eine effektive und
nachhaltige Lösung bei einer tatsächlichen Überpopulation. Fangen,
sterilisieren und wieder aussiedeln oder mit einer  Impfung zur
Geburtskontrolle, kontrolliert ebenfalls die verschiedenen
Herdengrössen. Diesbezügliche Erfolge kann man in Ländern z. B. mit der
Strassenhundenproblematik beobachten. In den USA werden über eine
Impfung zur Geburtenkontrolle in bestimmten Gebieten die Reh- und
Hirschbestände durch Tierschützer geregelt. In Europa die Wildschweine
und sogar in Afrika bei den grossen Wildtieren in der Wildnis wird die
Immunokontrazeption eingesetzt. Die Natur jährlich aus Freude am Töten
dilettantisch zu beschiessen, ist keine nachhaltige Regulation, sondern
eine Anomalie sondergleichen. Die heutige Jagd ist ein massives,
zerstörerisches und militantes Eingreifen in natürliche Rhythmen und
kann niemals als eine positive Notwendigkeit bezeichnet werden! Mit Jagd
im traditionellen Sinn hat das schon lange nichts mehr zu tun.

Die Jagd hat versagt. Seit Jahrzehnten versuchen die Jäger die
Wildtierpopulation zu regulieren, was ihnen bis heute auf eine
zivilisierte Art und Weise nicht gelungen ist. Wildtiere haben unter dem
Joch der Jäger praktisch kein Recht auf eine natürliche Sterblichkeit
oder Genesung von Krankheit. Jagd bringt den Wildtieren psychisches
Leid. Angst, Schrecken und Terror vor dem Abschuss ist ein Leben lang
ihr Begleiter. Jäger stören notorisch die Habitate der Wildtiere.
Wildtiere mögen keine Jäger. Wildtiere erkennen gute Menschen und meiden
schlechte Menschen – flüchten vor Jägern.

Man sollte den  Wildtieren, welche immer mehr durch den Entzug des Lebensraumes in
Bedrängnis sind, nicht noch zusätzlich durch die Jäger unnötigen Stress
aufbürden. Verantwortungsvolle Natur- und Tierschutzarbeit sollte man
nicht in die Hände jener legen, die sich wie selbsternannte Raubtiere
verhalten. Raubtiere und Menschsein haben nicht nur biologisch wenig
gemeinsam.

JägerInnen sind ver­ant­wort­lich für die vie­len
Wild­un­fälle. Reh und Hirsch sind z. B. auch normalerweise tagaktive
Tiere, welche man zutraulich in den unbejagten Gebieten auf den Wie­sen
sieht, genauso wie die anderen Weidetiere; Schafe, Ziegen und Kühe. Erst
durch den Jagd­druck wer­den Wildtiere in die Wäl­der
hin­ein­ge­trie­ben, um sich zu ver­ste­cken und wo sie weniger Nahrung
finden und es auch deshalb zu Verbissschäden kommt. Jäger verursachen
viel mehr Schäden als die Tiere selber, denen sie hinterher rennen. Die
Jagdwaffen führen zu Missbrauch in unser allem Sozialleben. Immer wieder
kommt es zu Schusswaffensuiziden, Drohungen und tödlichen Tragödien.

Eine Abschaffung der Hobby-, Spass-  und Lustjägerei hätte keine negativen
Auswirkungen auf den Naturhaushalt, die Artenvielfalt, das
Seuchengeschehen oder die Finanzhaushalte. Vielmehr würde der
unglaublichen Tierquälerei durch die Hobbyjägerei ein Riegel
vorgeschoben werden. Die Artenvielfalt und Biodiversität würde sich
gemäss renommierten Wissenschaftlern  und anhand von Fallbeispielen,
ohne die Jagd wesentlich besser entwickeln, wenn sie nur könnte. 
Zahlreiche wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass leichter
Verbiss durch Rehe und Hirsche sogar nützlich ist, weil es eine Zunahme
der Biodiversität (hier die Artenvielfalt der Pflanzen) verursacht. Der
Seuchengefahr kann durch Impfungen wirksamer entgegengewirkt werden und
selbst die Staatsfinanzen könnten durch ein effektiveres Reh- und
Rotwildmanagement gestärkt werden (Reduzierung von Waldschäden usw).
Gefordert ist hier politischer Wille und Mut, in die jagdliche Unkultur
signifikant einzugreifen und Gesetze auf den Weg zu bringen, welches den
veränderten Bedingungen des 21. Jahrhunderts, den wissenschaftlichen
Erkenntnissen, dem modernen Tier- und Artenschutz und der Mehrheit der
Bevölkerung gerecht wird.

Die zusätzliche Belastung durch die unzähligen Tonnen Blei welche die Jäger in der Natur zurücklassen beim Schiessen, ist reiner Ökoterror. Blei ist ein giftiges Schwermetall. Es
wirkt sich beim Menschen höchst negativ auf den Blutkreislauf aus und
kann akute oder chronische Vergiftungen hervorrufen,  auch nach dem
Konsum von Wildbret. Doch Bleimunition ist nicht nur für Menschen
schädlich, es ist auch eine besonders grausame Form der Jagd. Verletzte
Tiere leiden nebst ihren Wunden an einer langsamen Vergiftung durch die
Bleimunition. Solche Munition gehört verboten. Finnland, Dänemark und
Holland haben dies schon vor Jahren implementiert.

Erholungs- und Lebensraums desZusammenlebens zurückgegeben werden.

Unsere Zeit wird zunehmend  von Brutalität und Gewalttätigkeiten geprägt und daran ist die
Jägerschaft mit ihrer Pseudo-Wissenschaft nicht unbeteiligt. Diese
negativen Energien der Gewaltkultur, Terror, Respektlosigkeit,
Zerstörung, Ausbeutung und Unbehagen welche die Jägerschaft in der Natur
hinterlässt, ist einer zivilisierten Kulturlandschaft unwürdig und
sogar eine grosse Gefahr.

Würden Polizisten derartige sektenartige Ideologien und Gewaltkultur Hegen und Pflegen wie die JägerInnen, wären sie längst im Strafvollzug. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen
Münze.